Pressestimmen
Der Westen, 27.10.2010:
„...Das Cologne Contemporary Jazz Orchestra hat mit Christian Brückner und Frederik Köster beim Sauerland-Herbst im Kulturzentrum Neheim eine spannende und gefeierte Adaption des Stoffes geliefert.
Frederik Köster, der vielfach ausgezeichnete Olsberger Jazzmusiker, ist der moderne Odysseus. Die Trompete ist seine Stimme, die weint und wütet, klagt und schreit. Die Geschichte des antiken Irrfahrers, der sich nach Frau und Heimat sehnt, wird in wehmütigen Balladen, zornigen Arien und bittersüßen Chorälen zum aktuellen Schicksal. Köster ist ein unglaublich vielseitiger Trompeter, bei dem atemberaubende Virtuosität und tief empfundene Musikalität zusammengehen...
Heiner Schmitz, der Dirigent des Orchesters, hat das Projekt entwickelt und die Partitur komponiert. Dabei illustriert er Homers Text nicht, sondern findet auf mehreren Ebenen eigene, sprachmächtige Bilder. So wird „Odyssey“ zum komplexen und sehr, sehr sinnlichen Musikprojekt.
...
Mit Christian Brückner interpretiert der beste Sprecher unserer Zeit die Homer-Verse. Brückner kann Sprache zu Musik werden lassen kann, braucht nichts außer seiner Stimme, um beim Publikum die intensivsten Bilder im Kopf zu erzeugen. Damit ergänzt sich „Odyssey“ in Wort, Klang und Projektion zu einem poetischen Musik-Abenteuer auf allerhöchstem Niveau. Gesteigert wird der Eindruck noch dadurch, dass Orchester, Solist und Sprecher wunderbar im Team agieren, bestens aufeinander hören und sich mit riesigem Spaß in die Aufgabe werfen...“
Kölnische Rundschau 05.03.2010:
„...Die souveränen Auftritte des Synchronsprechers Christian Brückner waren die Ruhepole in einem aufregenden Strudel aus Klängen und Bildern, der die Zuhörer schon bei den ersten sanften Flötentönen in ihren Bann zog. Das Cologne Contemporary Jazz Orchestra bot eine eindrucksvolle Aufführung. Mit großem Engagement versenkten die Jazzer sich in eine Musik, die nur so bebt vor Emotionen und bei aller Abstraktion und Improvisation schier endlose Bilder vo dem inneren Auge entstehen lässt.. Dave Liebman (..) erwies sich als kongenialer Interpret von Schmitz´ Kompositionen. Wut und Rache werden hier in Töne gefasst, denn der Komponist sieht in der Odyssee „einen Querschnitt unseres Alltags mit all seinen Gegensätzen und Widersprüchen“. Einfallsreich übersetzt Schmitz ein Stück aus der griechischen Mythologie in die moderne Zeit. Dabei gelingen ihm über weite Strecken athmosphärisch dichte Passagen von bezwingender Wirkung. ...“
Soilnger Tageblatt, 29.10.2010
„...Für sein Projekt nutzte Schmitz eine Kombination aus Erzählung, modernem Jazz und einer einzigartigen Visualisierung. Als symphonische Dichtung im Stil des Modern Jazz, von sanften Flötentönen bis zu einem fulminanten Strudel aus Klängen und Bildern, boten die Jazzer des Cologne Contemporary Jazz Orchestra eine emotionsgeladene, eindrucksvolle Aufführung, eine Geschichte über „Wut, Trauer und Heimweh“ (Schmitz). Begleitet wurde sie von den großartigen Bildern des „Audio Visual Artist“ Omid Shirazi. Mit fantastischen Bildern von dräuenden Wolken, sich überschlagenden Wellen und Detailaufnahmen der Performance selbst gestaltete er die Atmosphäre mit....“
Kölner Stadt-Anzeiger 04.03.2010:
„...Es ist zudem faszinierend zu beobachten, wie sich Christian Brückner auch in
den Passagen, in denen er „nur“ Zuhörer ist, vom Geschehen mitreißen lässt und
in diese moderne Odyssee einzutauchen scheint.
... Heiner Schmitz' Idee, die „Odyssee“ Homers in die Gegenwart zu transportieren und dem in der konfusen Hektik der modernen Gesellschaft abgetauchten Individuum quasi die Rolle des modernen Odysseus zu übertragen, ist schlüssig und spannend....“