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WEINERS HEIHNACHT

Saxophonist Heiner Schmitz (u.a. Träger des WDR Jazzpreis Komposition und Hammond-Organ-Shooting Star Simon Oslender (u.a. Wolfgang Haffner, Pimpy Panda) finden einmal im Jahr zur Vorweihnachtszeit zusammen, um Weihnachtslieder auf links zu drehen. „Stille Nacht“ verliert zwar nichts von seiner Besinnlichkeit, fängt aber auf einmal an transzendent zu grooven, „Alle Jahre Wieder“ klingt dann ungefähr so, als hätte Sonny Rollins es geschrieben. Und aus „Süsser die Glocken nie klingen“ wird eine knallige Rockjazz-Nummer. Der Spaß am groovigen Jazz, der Improvisation und vor allen den Weihnachtsliedern einen neuen Anstrich zu geben, führt diese Band zusammen, die von Gitarrist Hanno Busch und Drummer  Jerome Cardinaals komplettiert wird. Die passende CD ist natürlich auch im Gepäck.

Simon Oslender – Organ

Hanno Busch – Guitar

Jerome Cardinaals – Drums

JAZZKANTINE

Die Köche aus der Löwenstadt Braunschweig baten 2019 zu einem exquisiten Jubiläumsmenü: 25 Jahre Jazzkantine und die ›Mit Pauken und Trompeten‹ Tournee. Das war definitiv auf Sterneniveau – und es geht auch 2021 weiter… Jazz und HipHop können sich anfreunden, davon weiß die Jazzkantine lange schon ein Lied zu singen. Oder notfalls auch zu rappen. »Und es ist, und es ist, und es ist, und es ist Jazz – Jazzmusik«, wird da vor Fender Rhodes-Sounds gerappt, zuerst auf Deutsch, dann auf Spanisch, Musik für offene Herzen. Was nicht funky ist, bleibt hier draußen vor der Tür, wer drinnen sein darf, hört Funky Tunes aus dem Big Easy und tanzt sich die Sohlen heiß. Die Jazzkantine hat mit Pee Wee Ellis, Smudo und Nils Landgren musiziert, vorn standen Tänzer*innen aus der Generation 20 Plus, dicke Hose, coole Pose. Der Bass wummert, die Ansagen treffen lässig den Ton junger Generationen, »Shake Everything You’ve Got« wird in die Neuzeit exportiert, die Jazzkantine mäandert nonchalant durch die Jahrzehnte. Jeder der Musiker setzt beizeiten, aber nicht egomanisch, Akzente, schon weil es kein besseres Bühnenrezept bei mehr als drei Bandmitgliedern gibt. Das Schiff treibt auf unbekannte Küsten zu wie eine Arche. Es gibt aber und Gott sei Dank kein Fastfood in der Jazzkantine!

BEETHOVEN REVISITED

Das anlässlich des ARD-Beethoven-Experimentes vom Hessischen Rundfunk in Auftrag gegebene Programm erhält nun auch in Heiner Schmitz´ Heimat Köln die Gelegenheit, aufgeführt zu werden.
Dabei geht der 2019 mit dem WDR-Jazzpreis ausgezeichnete Schmitz den verschiedenen Facetten der Musik und des Lebens Beethovens nach, angefangen bei der rätselhaften »unsterblichen Geliebten« über den Mondschein in seiner cis-Moll-Klaviersonate bis zur Feier des Heroischen, die in der 3. Sinfonie einen Höhepunkt findet. Seine Hauptaufgabe sieht Schmitz darin, den Spirit Beethovens und seiner Stücke auch im neuen Gewand zu erhalten, dafür bedient er sich verschiedener zeitgenössischer Elemente, um dieser Aufgabe einerseits gerecht zu werden, aber andererseits auch seinen „persönlichen“ Beethoven erklingen zu lassen. So entsteht beispielsweise aus dem 2. Satz der 7. Symphonie eine Minimal-Collage, die auch vor polyrhythmischen Elementen nicht halt macht. Das Kopfthema der „Pastorale“ schwebt auch im 13/8 locker leicht über die Lande, während die Vöglein aus dem 2. Satz sich plötzlich einem Kreuzfahrtschiff gegenüber sehen. Beethoven dazu: „Ach Gott, blick in die schöne Natur!“ Die Ruhe und Würde des mittleren Satzes der „Pathetique“ wird sich auch über ein Tenorsaxofonsolo transportieren lassen. Und schliesslich macht Schmitz auch vor der Großen Fuge für Streichquartett Op.133 nicht Halt, deren Aufbau, Form und Motivik Schmitz in sein Finalstück „Escape Room“ einfliessen lässt.

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